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Die Kunsthalle Mannheim

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1907 Eröffnung der Kunsthalle. Schon damals war geplant, einen Erweiterungsbau zum Friedrichsplatz zu erstellen. Kam aber der erste Weltkrieg dazwischen. Frühe Entwicklung zu einer führenden Institutionen für die neue Sachlichkeit und Ähnliches. 1980 Erweiterung durch den Mitzlaff Bau. Schon bald danach stellte sich heraus, dass der Bau modernen Ansprüchen an ein Museumshaus nicht mehr entsprechen kann.

Das Gesamtbudget von 68,3 Millionen €, das der SAP Mitbegründer Hans-Werner Hector, sowie die Stadt Mannheim und weitere Mäzene, darunter Dr. Manfred Fuchs als Stiftungsratsvorsitzender, in den innovativen Museumsneubau investierten, konnte eingehalten werden.

 

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Die Architektur

BLINDTEXT (aus der gmp presseerklärung)

Nach gut zweieinhalbjähriger Bauzeit wird der Neubau der Kunsthalle Mannheim am 18. Dezember 2017 an die Stadt und ihre Bürger übergeben. Damit ist nach dem Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) einer der derzeit größten Museumsneubauten in Deutschland entstanden, der sich mit seiner unverwechselbaren Erscheinung selbstbewusst in die Umgebung einfügt. Nach mehreren großen Museumsprojekten in Asien, wie dem Maritim-Museum in Lingang New City (China), dem Nationalmuseum in Peking oder dem Hanoi Museum (Vietnam), handelt es sich um den ersten Museumsneubau von gmp von vergleichbarer Dimension in Deutschland. Der neue Museumsbau am Mannheimer Friedrichsplatz schließt an das bestehende Jugendstilgebäude, den sogenannten Billing-Bau an, und ist als „Stadt in der Stadt“ konzipiert. Innerhalb einer einfachen Gesamtkubatur sind einzelne Baukörper für Ausstellungs- und Funktionsräume zu einer lebhaften Komposition zusammengefasst. Sie umschließen ein zentrales Atrium und sind über Galerien, Terrassen und Brücken miteinander verbunden. In Analogie zu den raumbildenden Elementen der Stadt – Haus und Block, Straße und Platz – entstehen für die Besucher abwechslungsreiche Rundgänge durch geschlossene und offene Räume mit wechselnden Ein- und Ausblicken. Dabei bleibt, wie im größeren Maßstab der „Quadratestadt“ Mannheim, durch die klare, übergeordnete Struktur eine einfache Orientierung gewahrt. Zugleich bietet jede Situation auf dem Weg durch die Ausstellungen immer wieder neue Eindrücke – so wie in einer Stadt durch die Vielfalt der Architektur, durch wechselnde Baufluchten, Aufweitungen und Freiräume kein Ort dem anderen gleicht. Im Stadtraum erhält die Kunsthalle zur Parkanlage des Friedrichsplatzes hin eine repräsentative Schauseite – wie bereits bei ihrer Gründung vor hundert Jahren angedacht. Von dort aus erreichen die Besucher über den neuen Haupteingang das zentrale Atrium. Es bildet den Ausgangs- und Orientierungspunkt für die Rundgänge durch die Ausstellungsbereiche auf drei Ebenen, von denen zwei über den historischen Athene-Trakt mit dem Jugendstil-Bau und von dort mit dem Freilicht-Skulpturengarten verbunden sind. Das Ausstellungskonzept sieht große Räume mit Lichtdecken vor, die sich variabel bespielen lassen, sowie zwei Kuben mit Seitenlicht. Im zweiten Obergeschoss ist eine Dachterrasse in den Rundgang integriert, von der aus sich den Besuchern das Panorama des Friedrichsplatzes mit dem markanten Wasserturm eröffnet. Durch dieses Raumkonzept sind Museums- und Stadtraum vielfach funktional und visuell miteinander verwoben, sodass einerseits die Kunst über die Architektur weit in die Stadt ausstrahlt und andererseits die Stadt gewissermaßen barrierefrei in die Räume des Neubaus hineinfließt. Die Fassaden sind von einem transparenten Metallgewebe – einem bronzefarben beschichteten EdelstahlMesh – umhüllt, das die Gesamtkubatur definiert und sich farblich an den Sandstein der Umgebung anlehnt. Variierende Maschenweiten sorgen für unterschiedlich starke Transparenz. Nach außen bleibt die Lesbarkeit des Volumens gewahrt, sodass die einzelnen Baukörper bei Tag und Nacht sowie in der Nah- oder Fernwirkung graduell differenziert wahrnehmbar sind. Wie eine Stadtstruktur eine Ordnung bildet, in der sich jede Einzelarchitektur individuell artikuliert, schafft das Konzept der „Stadt der Kunst“ einen identitätsstiftenden architektonischen Rahmen und ermöglicht als Projektionsfläche zugleich größte kuratorische Freiheit.

Um das 22 m hohe Lichtatrium gruppieren sich sieben Ausstellung Häuser, die über Treppen, Brücken und Terrassen miteinander verbunden sind.

Das weltweit einzigartige bronzefarbige Metallgewebe mit dem klangvollen Namen „Tigris“, dass die sieben Ausstellungshäuser umhüllen wird, wurde als Sonderanfertigung aus edelstahldrähten, Röhren vierkettigem Drahtkettseil in Maßarbeit gefertigt.

 

 Nikolaus Goetze und Meinhard von Gerkan, gmp – Architekten, am Tag des Richtfestes 1. Juli 2016

Nikolaus Goetze und Meinhard von Gerkan, gmp – Architekten, am Tag des Richtfestes 1. Juli 2016

 16 tons.

16 tons.

Es war eine so großartige Erfahrung. Ein Privileg, das Haus wachsen zu sehen. Danke, Ulrike, danke.
— Daniel Lucak
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Das Buch

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das Buch "Stadt in der Stadt. die neue kunsthalle mannheim "dokumentiert den bau des neuen abschnitts des kunstmuseums in der stadt mannheim. die beiden ansässigen fotografen rainer diehl und daniel lukac haben die dreijährige bauphase in einer schönen mischung aus architektur und journalstil fotografiert. Ausgewählte Bilder wurden mit verwandten redaktionellen Beiträgen vermischt, wie ein Gespräch zwischen der Direktorin der Kunsthalle und dem Architekten, Interviews mit Sponsoren, Künstlern und Vertretern der Stadt.

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Die Fotografie

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Ännie von Tharau hat die öden und grenzmopsigen Fotos digitalartistisch poliert und damit für das Betrachterauge erst erträglich gemacht.

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Die Gestaltung

BLINDTEXT (aus dem Artikel im Magazin Slanted)

Das visuelle Konzept des 25 x 35 cm großen Buches nimmt architektonische Elemente des Gebäudes auf. Die rundum metallische Prägung auf der Vorder- und Rückseite spiegelt die Fassade des Museums mit Metallgewebe wider. Die Materialität des Rohkartons bezieht sich auf die grauen Zementplatten an der Fassade sowie auf den Betonboden im Inneren und das Rohbauende während der Bauphase.

Die verwendeten Farben Rot, Blau und Gelb (in der Farbtheorie als Grundfarben bekannt) symbolisieren die Kunstwerke, die nach ihrer Fertigstellung im Gebäude präsentiert werden. Innerhalb des Buches erscheint alle sechzehn Seiten ein ganzseitiges farbiges Blatt.

Die begründete Typografie betont die kubische Architektur der Kunsthalle. das unvollendete, krude Aussehen der kursiven Schlagzeilen vermittelt einen Eindruck von der laufenden Arbeit. im Gegensatz dazu sind einige Texte, wie die Interviews, in einem Schreibmaschinen-Schreibstil gehalten, um den Eindruck einer Zeitschrift zu behalten.
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Der Verlag

BLINDTEXT (wahrscheinlich vom Verlag)

Beste Qualität ist eine der Maximen des Mannheimer Verlags Edition Panorama. Seit nahezu 20 Jahren widmen sich die Unternehmensgründer Bernhard und Sebastian Wipfler dem Verlegen hochwertiger Bücher und Kalender vorwiegend aus dem Bereich Fotografie. Der Verlagsname ist Programm – einen großen Teil des Verlagsprogrammes nehmen Publikationen im Panoramaformat ein.

Die Edition Panorama publiziert Werke international renommierter Fotografen, darunter auch der in Mannheim und New York lebende Fotograf Horst Hamann, der das Panoramaformat um 90 Grad drehte und für seine Verticals weltweit bekannt ist.

Die Kalender und Bücher entstehen in akribischer Detailarbeit und absoluter Präzision in enger Zusammenarbeit mit den Fotokünstlern. Alle Publikationen werden ausschließlich in Deutschland hergestellt und über den gesamten Prozess persönlich betreut.  Die hohe Qualität der Fotografie, Gestaltung, Druck und Bindung wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Mannheim hat für die Edition Panorama eine wichtige Bedeutung. Viele Buchprojekte befassen sich mit der Entwicklung der Architektur in der Quadratestadt. Andererseits hat die Edition Panorama für Mannheim eine große Bedeutung. Das erfolgreiche Unternehmen ist ein gutes Beispiel für den hohen Stellenwert, den Mannheim der Kreativbranche beimisst. Und der Verlag selbst setzt prägnante Zeichen in der Stadt. Mit dem neuen Verlags- und Galeriegebäude realisierte das Unternehmen eine als beispielhaft prämierte Architektur in Mannheim.

 

 Beaucoup d'odeur.

Beaucoup d'odeur.

Fehlt noch ein wichtiges Kapitel?

 

 

 

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Links

Kunsthalle Mannheim

Peter von Freyhold

Ann Christin Schuhmacher

Edition Panorama

 

Danksagung

Voll supi Danke an alle.